|
Spricht Jim Borrowman von seinen Walen, kommt er ein Leuchten in seine Augen. Die Faszination, die er für die Wale
verspürt, überträgt sich sofort auf seine Gesprächspartner. Wale sind sein Leben.
Er gehört zu den wenigen ständigen Einwohnern von Telegraph Cove im Norden von Vancouver Island. Es ist ein
kleiner Ort, der aus einem guten Dutzend Holzhäusern auf Stelzen besteht. Aufgewachsen ist Jim in Victoria. Er hat viel Zeit auf einem Boot verbracht. Ab 1970 arbeitete er als Taucher vor der Küste
Kaliforniens oder im Golf von Mexiko. Irgendwann fragte ihn ein Buchautor, ob er nicht einmal Fotos von Walen unter Wasser machen könnte. Das war 1976. Er nahm den Auftrag an. Diese Aufgabe sollte sein
Leben verändern. Die hoch intelligenten Lebewesen faszinierten ihn sofort. Damals hat es bei ihm Klick gemacht. "Früher konnte man ganz nah ran, um Fotos zu machen", erinnert er sich an die
Anfangszeiten.
Seit Mitte der siebziger Jahre lebt Jim in Telegraph Cove. 1980 war es dann so weit, er hat professionell mit dem
Whalewatching angefangen und Stubbs Island Charters gegründet. Es war eines der ersten Whalewatching-Unternehmen in British Columbia.
Zu Beginn der 80er und bis in die 90er Jahre hinein war dieser Ort noch ein Geheimtip für Whalewatching-Touristen.
Als Jim sein Unternehmen aufmachte, wurde er noch belächelt. Wer zahlt schon Geld, um die Wale zu sehen? Waren es 1980 gerade einmal 20 Walinteressierte, mit denen er seine Touren durchführte, strömen
heutzutage in der Walsaison Tausende von Touristen in diese Gegend.
"Whalewatching hat sich mit den Jahren verändert. Man war sechs bis zehn Stunden mit den Touristen auf dem
Wasser", erzählt Jim. "Viele der ersten Tourteilnehmer kamen in den folgenden Jahren immer wieder zurück. Wollten wissen, wie viele Wale es momentan sind. Wollten mehr Geschichten über die
einzelnen Wale hören."
|