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Wassersport und Sehen

(Foto: Sziols)

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g BUCH-TIPP

Orcas an der Westküste Kanadas

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An welchen Orten dieser Erde kann ich Orcas beobachten? Was erwartet mich auf einem Whale-Watching-Trip? Sie suchen noch nach einer perfekten Ergänzung Ihrer Reiseliteratur? Dann entdecken Sie die Welt der Orcas mit den Whale-Watching-Guides aus der fsonny.project world

ISBN 3-9806825-0-1

Verlag:

fsonny.project world,

Wuppertal

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Fotoausrüstung auf Reisen

 

 

 

Tipps zum Fotoequipment

 

 

 

 

 

 

Ein breachender Wal, zwei Orcas, die das sogenannte Spyhopping vorführen, ein Blow nur wenige Meter vom Boot entfernt oder einfach nur eine Dorsal Fin im Gegenlicht: alles Situationen, von denen man als Whale-Watcher träumt. Bannt man das Ganze dann noch auf Film, bringt man mit diesen fesselnden Bruchteilen von Sekunden eine beeindruckende Trophäe mit nach Hause.

Doch die berühmten National Geografic Shots, von denen wir alle träumen, gelingen nur den wenigsten Touristen auf einer Whale-Watching-Tour. "F-8 and be there", wie es unter Fotojournalisten heißt und übersetzt soviel bedeutet, wie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, dieses Glück hat nun leider nicht jeder. Was nicht heißen soll, dass diese Aufnahmen gar nicht gemacht werden können. Manchmal führt der Zufall Regie und es gelingen die aufregendsten Fotos.

Denn Wale befolgen keine Regieanweisungen. Dieser Tatsache sollte man sich unbedingt bewusst sein, bevor man ein Boot zu einer Whale-Watching-Tour besteigt.

Sie machen das, was sie gerade wollen. Mal breachen sie gleich mehrmals hintereinander, mal überhaupt nicht; manchmal tauchen sie nur für Sekunden unter, dann sind sie wieder für Minuten verschwunden; mal schwimmen sie direkt auf das Boot zu, dann wiederum ziehen sie nur in großem Abstand vorbei.

Wir als Touristen können das Verhalten dieser fantastischen Lebewesen nur beobachten, sie aber in keiner Weise in ihrem Verhalten beeinflussen. Auch nicht die Bootsführer. Diese müssen sich an bestimmte Regeln halten, die zum Schutze der Tiere aufgestellt worden sind.

 Sich den Orcas beispielsweise über die vorgeschriebenen Mindestabstände hinaus bewusst zu nähern, ihnen in ihre Schwimmbahn zu fahren, nur um dadurch an einen besseren Punkt zum Fotografieren zu kommen, würde ein Eingriff in ihren  Lebensraum sein.

Zur Fototechnik selbst ist zu sagen: Mit jeder Kamera, sogar mit einer sogenannten Billigplastikkamera, können faszinierende Aufnahmen gelingen. Der Benutzer muss, wie anfangs erwähnt, nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort und die Kamera aufnahmebereit sein.

Automatische Autofocuskameras sind sicherlich von Vorteil, wenn die Wale sich bewegen. Aber die vielen Reflexionen können die automatische Scharfstellung irritieren. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, bieten Spiegelreflexkameras in einer solchen Situation: Man kann den Autofocusmodus abschalten und wieder nach altväterlicher Sitte manuell scharf stellen. Zudem bietet dieser Kameratyp die Möglichkeit, Objektive verschiedener Brennweiten einzusetzen.

Als besonders empfehlenswert erweisen sich Brennweiten zwischen 35 und 105 mm, wenn die Wale dicht am Boot sind. Sind sie weiter weg, kommt man an Brennweiten ab 200 mm nicht mehr vorbei. Dabei ist Folgendes zu beachten: Benutzen Sie Tele- oder Zoomobjektive, erfordern die Aufnahmen von Schiffen aus möglichst kurze Belichtungszeiten, die sich um die 1/500 und 1/1000 pro Sekunde bewegen sollten. Diese kurzen Zeiten "frieren" die Bewegungen der Wale auf dem Film ein. Unschärfen, zum Teil bedingt durch die Schiffsbewegungen, werden so weitgehend reduziert.

Falls möglich, sollte man den Film auf dem Wasser immer ein wenig reichlicher belichten. Eine +1 oder +1,5-Korrektur ist ideal, damit die Fotos später nicht zu dunkel ausfallen. Denn helles Sonnenlicht irritiert den Belichtungsmesser der Kamera, selbst den eines Hightech-Spiegelreflexapparates.

Bei Bewölkung reicht in der Regel eine +1-Korrektur aus. Anders, wenn man sich in dunklen Gewässern, wie die Johnstone Strait befindet. Dann sind Korrekturen in die andere Richtung, also -1 bis -1,5 angebracht.

Diese Vorschläge sind keine Garantie für gelungene Fotos, sondern nur Richtwerte. Jedes Filmmaterial reagiert ein wenig anders, ebenso die Belichtungsmesser der Kameras. Also nicht am Filmmaterial sparen und ausprobieren.

Neben Fotoapparaten sind Videokameras mittlerweile ebenfalls ständige Reisebegleiter geworden. Genau wie Fotoapparate brauchen auch sie Schutz vor Regen und Spritzwasser. Oft reicht eine einfache Plastiktüte aus, in deren Boden ein Loch geschnitten wird. Der Regenschutz sollte allerdings nicht zu eng sitzen, sondern noch Platz für eine Hand bieten. Schließlich möchte man die Kamera ja noch bedienen können.

Ein unentbehrliches Accessoire sowohl für Fotoapparate als auch für Videokameras ist der Polarisationsfilter. Er  kann die Reflexionen auf der Wasseroberfläche reduzieren. So manche Dorsal Fin hebt sich in bestimmten Lichtsituationen dadurch deutlich besser ab.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Der Blick durch den Sucher einer Kamera ist in vielen Fällen wie der Blick auf einen Fernsehbildschirm. Der direkte Blick auf die Szene, die sich vor den eigenen Augen abspielt, wird dadurch eingeschränkt. Die Nähe zur Realität geht verloren. Und damit die Möglichkeit, sich von den Walen selbst faszinieren zu lassen.

Manch ein Fotograf hantiert mit Objektiven, Blendenringen und Verschlusszeitenrädern herum und kann sich gar nicht auf den eigentlichen Grund konzentrieren, warum er so ein Boot an der Westküste Kanadas überhaupt betreten hat: nämlich Wale zu beobachten.

Deshalb: die Kamera auch einmal beiseite legen und einfach nur den Augenblick genießen. Auch wenn man dadurch einen Breach oder ein Spyhopping nicht auf den Film bannen konnte. Manchmal ist es aber gerade ein solcher unmittelbar erlebter Moment im Leben eines Touristen, der für immer im Gedächtnis haften bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

Kameras

 

 

 

Kleinbildkameras: Sie sind leicht und preiswert, haben allerdings nur einen eingeschränkten Brennweitenbereich.

Spiegelreflexkameras: Ihr Hauptvorteil ist, dass sich Objektive mit verschiedenen Brennweiten einsetzen lassen. Sie sind jedoch in der Regel deutlich schwerer als normale Kleinbildkameras.

 

 

 

 

 

 

 

Objektive

 

 

 

28, 35, 50 mm: Weitwinkel und Standardbrennweite sind für Nahaufnahmen von am Boot vorbei schwimmenden Walen geeignet.

105-135 mm: mittlerer Telebereich. Gar nicht schlecht für Detailaufnahmen von Walen aus mittlerer Entfernung von einigen Metern.

200-300 mm: idealer Brennweitenbereich, um Wale zu fotografieren, die etwas entfernt vom Boot sind. Objektive mit diesen Brennweiten sind gerade noch aus der Hand zu nutzen. Ideal sind sie, wenn sie über einen Bildstabilisator verfügen.

über 400 mm: starker Telebereich, der nur mit dem Stativ nutzbar ist.

 

 

 

 

 

 

 

Empfehlenswertes Kamerazubehör

 

 

 

UV- oder Skylightfilter (steigern bei Aufnahmen den Kontrast und reduzieren den Dunstschleier) und Polarisationsfilter (reduzieren Reflexionen auf spiegelnden Flächen wie beispielsweise Wasseroberflächen oder Fenstern; intensivieren die Farben), Einbeinstativ (reduziert die Verwacklungsgefahr bei längeren Brennweiten beträchtlich; man bekommt einen sicheren Halt und die Stative sind leicht zu handhaben), Dreibeinstativ (verschaffen der Kamera einen sicheren Halt in allen Situationen; erforderlich bei Aufnahmen mit längeren Verschlusszeiten oder bei Dämmerungsfotos; auf einem Boot weniger geeignet), Schulterstütze für Kamera und Objektiv (empfehlenswert bei längeren Verschlusszeiten, wenn kein Einbeinstativ zur Hand ist; reduziert die Verwacklungsgefahr), Pinsel, Linsenpapier, weiches, trockenes Tuch, Kamerarucksack, Plastiktüte (um die Kamera vor Spritzwasser zu schützen).

 

 

 

Die Digitaltechnik erobert auch das Whale-Watching. Kaum ein Tourist hat noch eine analoge Kamera im Reisegepäck. Wie man zu einer optimalen Ausrüstung kommt, erfahren Sie hier.

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