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Wasser an sich ist eine Gefahrenquelle für die Fotoausrüstung. Ob digitale Kompakt-, Spiegelreflex- oder
Videokamera – auf jedem Trip zur Wahlbeobachtung sollte deshalb die Kamera optimal vor Spritzwasser geschützt sein.
Kleine handliche Unterwassergehäuse (UW-Gehäuse) bieten einen sehr guten Schutz vor Spritzwasser und können auch
laut Herstellerangaben in Tauchtiefe bis zu 40 Metern eingesetzt werden. „Sie eignen sich daher nicht zum Whale-Watching, Segeln, Surfen oder Baden, sondern auch für Schnorchel- und Tauchtripps“, erklärt
René Aumann vom UW-Fotoservice, Salz.
Sie sind meistens aus durchsichtigem Polycarbonatmaterial. Dabei muss man unterscheiden zwischen Gehäusen der
Kamera-Hersteller, die natürlich auf die eigenen Produkte optimal abgestimmt sind und die von Fremdanbietern. „Rund 150 bis 250 Euro kosten die UW-Gehäuse je nach Hersteller“, so der der Nikon-Experte.
Mit einem eigenen Messestand ist er jedes Jahr auf der Messe BOOT in Düsseldorf vertreten.
Zu ihm kommen Besucher, die eine kompetente Beratung in Sachen Unterwasserfotografie wünschen. Sie wissen, dass
Mitarbeiter in Elektronik-Discountgeschäften diese fachliche Beratung fast gar nicht leisten können, da sie sich mit den Geräten nur wenig auskennen. Ein Schnäppchen-Kauf kann so schnell zum Ärgernis
werden. Empfehlenswerter ist es, sich gleich an einen richtigen Fotoexperten zu wenden.
Steht der Kamera-Kauf erst noch für den nächsten Urlaub an,
natürlich nicht erst 24 Stunden vor dem Abflug, bietet die Boot eine tolle Möglichkeit, sich einen Überblick über die verschiedenen Produkte zu verschaffen. Denn hier sind viele Experten zum Thema UW-Fotografie anzutreffen. Aber auch das Internet bietet eine Hilfe bei der Suche eines Fachhändlers.
Folgende Kriterien sind bei der Wahl einer Kamera wichtig: Gibt für das Kamera-Wunschmodell auch ein UW-Gehäuse?
Will man mit Kompaktkameras ein bewegtes Objekt fotografieren, sollte die Kamera eine kurze Auslöseverzögerung bieten, reicht die Pixelzahl für meine Wünsche, ist die Bedienung übersichtlich und hat die
Kamera einen großen, blendfreien Monitor? Die Bedienbarkeit der Knöpfe, die Verstellmöglichkeiten, der Monitor-Einblick und ein Blitzanschluss sind weitere wichtige Kriterien beim Gehäusekauf.
Sind Wale etwas vom Boot entfernt, reicht die Brennweite (28 bis 105) des Objektivs meist für Schnappschüsse
vollkommen aus. Wird allerdings aus nächster Nähe fotografiert, sind dann nur noch Detailaufnahmen möglich. Mehr ist selbst mit der kürzeste Objetivbrennweite von 35 mm oder 28 mm (Kleinbildtechnik)
nicht möglich. Beispiel Baja California: Hier
kommen Grauwale oft ganz nah ans Boot heran. Um möglichst viel vom Wal aufs Foto zu bekommen, ist ein Adapter plus ein Weitwinkelkonverter für das Unterwassergehäuse empfehlenswert. Damit steht dem Waltouristen für ein unbeschwertes Fotoerlebnis nicht mehr im Wege.
Noch ein Wort zu den Speicherkarten: empfehlenswert sind solche mit eine Kapazität von 256 bis 512 MB.
Viele Discount-Märkte bieten ebenfalls Digital-Kameras an. Selten gibt es aber für sie preiswerte
Unterwasser-Gehäuse; Sonderanfertigungen sind für diese Kameras teuer.
Geht man mit Digital-Kameras auf Reisen, sollte man auch an folgendes denken: Sie sind wahre Stromfresser. Kein
Wunder, dass immer mehr Kamerabesitzer Akkus benutzen. Neben Ersatzakkus, müssen sie also auch ein Akku-Ladegerät mitnehmen. Dieses Zubehör sollte von 220 auf 110 Volt umschaltbar sein, denn in der
Karibik oder den USA ist dies unbedingt nötig.
Wer eine Spiegelreflex-Kamera sein Eigen nennt, muss auf eine hochpreisigere Lösung ausweichen. Die Anforderungen
sind aber identisch. Es sind das Handling, die möglichst umfassenden Einstellmöglichkeiten, der Monitor-Einblick und die weiteren Anschlüsse.
Für Videoenthusiasten gibt es ebenfalls ein umfangreiches Angebot.
Noch ein Tipp zum Schluss: Fotoworkshops für digitale und analoge Unterwasserfotografie bieten eine tolle
Möglichkeit, sich mit dem Thema und seinen Besonderheiten vertraut zu machen.
Weitere Infos gibt es beispielsweise über René Aumann:
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