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Haben Sie Fragen zum Thema Wale und Whale-Watching? Hier finden sie häufig gestellte Fragen und deren Antworten.
Fragen
1) Welche Boote benutzen Whale-Watching-Unternehmen in der Regel?
2) Was kann man sich unter einer Fahrt vorstellen?
3) Welche Art von maritimer Tierwelt ist dort zu sehen?
4) Was gibt es sonst noch zu sehen außer Walen und maritimer Tierwelt?
5) Welche Abfahrtzeiten gibt es?
6) Wie kann man Reservierungen durchführen?
7) Wer führt die Trips durch?
8) Wann ist die beste Zeit im Jahr, um Killer-Wale zu sehen?
9) Was ist die beste Tageszeit, um Wale zu beobachten?
10) Werden Killer Wale auf jedem Trip gesichtet?
11) Ist es möglich, die Wale unter Wasser zu hören?
12) Wie finden die Unternehmen die Wale?
13) Wie nah kann man an die Wale herankommen?
14) Welche Kleidung ist empfehlenswert?
15) Was sollte ich als Pasagier ansonsten noch mitbringen?
16) Ist Seekrankheit ein Problem?
17) Kann jeder an einer Tour teilnehmen?
18) Woran kann man Wale, zum Beispiel Orcas, voneinander unterscheiden?
19) Wer war der erste Forscher, der sich den Orcas annahm?
20) Man hört immer wieder von der Fotoidentifikation. Wozu dient sie?
21) Gibt es Institute und Gesellschaften, die sich der Forschung und dem Schutz der Orcas widmen?
22) Kann man Wale adoptieren?
23) Warum werden Wale immer noch gejagd?
24) Was steckt hinter der Internationalen Walfangkommission (IWC)?
25) Gibt es spezielle Walschutzgebiete auf der Welt?
Antworten
1) Welche Art von Boote benutzen Whale-Watching-Unternehmen in der Regel?
Viele Unternehmen an Nordamerikas Westküste benutzen sogenannte Zodiac-Schlauchboote. Sie sind auch unter dem
Namen R.I.B. bekannt. Dieser Bootstyp wird gegenwärtig weltweit für Beobachtungen und Rettungseinsätze genutzt. Sie zeichnen sich durch ihre überragende Sicherheit, Stabilität und Beweglichkeit aus.
Für den Tourismus werden sie kundengerecht für Whale-Watching-Touren ausgebaut. Oft gibt es zwölf komfortable
Sitze für die Passagiere, ein Unterwassermikrofon, Zwillingsmotoren, Radar, GPS, Funk. Einige Unternehmen, leider nicht alle, legen besonderen Wert auf die Sicherheit ihrer Passagiere. Die Boote
entsprechen daher oder übertreffen sogar die höchsten gesetzlichen Standards.
Neben den Zodiac-Schlauchbooten sind auch größere Schiffstypen im Einsatz. Ihr Vorteil: Sie bringen über 40
Passagiere zu den Walen, womit die Anzahl der Boote auf dem Wasser reduziert wird. Seit Sommer 1999 ist im Norden von Vancouver sogar ein Boot im Einsatz, welches nur noch einen Bruchteil der
Unterwassergeräusche (Nur noch 10%) eines herkömmlichen Bootes verursacht, dabei aber ziemlich schnell unterwegs sein kann. Es handelt sich dabei um die „Naiad Explorer“ von Bill Mackay.
2) Was kann man sich unter einer Fahrt vorstellen?
Jeder Trip deckt ein großes Gebiet rund um Vancouver Island und der Westküste der USA ab.Dabei stößt man auf eine
Vielzahl von Seebedingungen. Generell verlaufen die Fahrten angenehm. Es können jedoch schon einmal rauhe Passagen vorkommen, aufgrund des Wetters, der Windrichtung und der Region, die gerade befahren
wird. An windigen Tagen sollten Passagiere deshalb darauf vorbereitet sein, nass zu werden. Trips werden in der Regel gestrichen, wenn die Seebedingungen unsicher sind.
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3) Welche Art von maritimer Tierwelt ist dort zu sehen?
Das größte Erlebnis auf jedem Trip ist, Killerwale zu sehen. Je nach Region sieht man oft viel mehr: Grauwale,
Buckel-Wale, Mink-Wale, Delphine, Schweinswale, Hafenseehunde, See-Elefanten, Seelöwen, Adler, zahlreiche Seevogelarten und viele andere faszinierende Wasserlebewesen.
4) Was gibt es sonst noch zu sehen außer Walen und maritimer Tierwelt?
Außer Wale und Meeresflora können sie vieles sehen; schöne Küstengegenden, rauhe Küsten, versteckte Riffe, Inseln,
steinige Felsnasen, versunkene Steine, Seetangwälder, abgelegene Strände, einen smaragdgrünen Ozean, erstaunliche Seestücke, wirbelartige Strömungen, Wellen, Schaumkronen, durchsichtiges, glattes Wasser,
Ozeanspritzer, blauen Himmel, Wolken, entfernte Nebel, Morgendunst, Sonnenuntergänge, Reflexionen, Berge, Containerschiffe, Schleppkäne, Holzstämme, Frachtkäne, Yachten, Windsurfer, Wasserflugzeuge,
einen Arbeitshafen, Leuchttürme, Leuchtbojen, interessante Leute und vieles mehr.
5) Welche Abfahrtzeiten gibt es?
Abfahrten sind den ganzen Tag über, jedoch von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Informationen können Sie über
die örtliche Tourist-Information oder direkt über den Veranstalter bekommen.
6) Wie kann man Reservierungen durchführen?
Reservierungen können übers Telefon gemacht werden. Sie können aber oft auch direkt über die Web-Site des
Veranstalters durch Ausfüllen des Online Reservierungsformulars durchgeführt werden. Frühzeitige Reservierungen sind gerade in den Sommermonaten empfehlenswert.
7) Wer führt die Trips durch?
Touren werden in der Regel durch erfahrene Führer/Naturalisten geführt, kenntnisreich im Wissen um die maritime
Umwelt und ihre Bewohner. Jedoch gibt es auch dort von Unternehmen zu Unternehmen Unterschiede. Fragen Sie einfach genauer, welche Ausbildung und Erfahrung die Guides haben. So trennt sich schnell die
Spreu vom Weizen.
8) Wann ist die beste Zeit im Jahr, um Wale zu sehen?
Killerwale werden in der Regel von April bis Oktober gesehen, die besten Monate sind jedoch Mai, Juni und Juli im
Süden von Vancouver Island. Im Norden beginnt die Saison etwas später. Mitte Juli ist hier die Zeit, in der die ersten Orcas in der Johnstone Strait auftauchen.
Grauwale sind von März bis zum Herbst entlang der Westküste von Vancouver Island, vor allem rund um Tofino und
Ucluelet zu sehen. In den Wintermonaten haben sie sich wärmere Gewäser ausgesucht. Dann sind sie an der Baja California, hier am besten im Februar, zu beobachten.
Buckelwale sind in den Sommermonaten ebenfalls entlang der Westküste, in der Queen Charlotte und Johnstone Strait
anzutreffen. Ihr Winterdomizil: Hawai.
9) Was ist die beste Tageszeit, um Wale zu beobachten?
Die Chance, zum Beispiel Orcas zu sehen, ist morgens, nachmittags oder abends gleich gut. Jedoch ist es möglich,
morgens Wale zu lokalisieren, die dann aber bis zum Abend weiter gezogen sind und nicht mehr mit den Booten zu erreichen sind. Die Morgen sind in der Regel ruhiger als die Nachmittage. Es sind nicht zu
viele Boote auf dem Wasser, was die Wale wiederum weniger stört.
10) Werden Wale auf jedem Trip gesichtet?
Nein. Beispiel Orcas: Die Quoten stehen jedoch zu Ihren Gunsten. Hier die Quoten für die Haro Strait im Süden von
Vancouver Island: April (55-65%), Mai (75-85%), Juni (90-100%), Juli (85-95%), August (80-90%), September (70-80%), Oktober (55-65%). Schweinswale werden auf den meisten Trips gesichtet. Beobachtungen
von Grau-, Buckel- und Mink-Walen sind zu unterschiedlichen Zeiten über das Jahr möglich.
11) Ist es möglich, die Wale unter Wasser zu hören?
Ja, fast jedes Boot hat spezielle Unterwassermikrophone an Bord. Wenn es beispielsweise in der Nähe von
Killer-Walen über die Seite des Bootes ins Wasser gelassen wird, werden deren Stimmen verstärkt und man kann sie klar und laut wahrnehmen. Salven von Klicklauten und unterschiedlichen Pfeiftönen kommen
aus dem Lautsprecher an Bord des Whale-Watching-Bootes. Das sogenannte Hydrophone erschließt den Passagieren auf ihren Touren zu den Orcas zumindest akustisch die Unterwasserwelt. Es lässt sie teilhaben
an der Kommunikation zwischen den Tieren.
Was man da hört ist jedoch keine Sprache der Wale. Es steht fest, dass die Lautäußerungen der Orcas unter anderem
dazu dienen, Artgenossen in der Weite der Gewässer zu finden. Schallwellen sind dabei für die Orientierung eine unersetzliche Hilfe. Mit bloßen Augen sehen die Wale immerhin bis zu 50 Meter weit unter
Wasser. Allerdings nur bei Tag. Nachts wären sie orientierungslos, hätte die Natur ihnen nicht die akustischen Fähigkeiten mitgegeben. Die Echolokation spielt bei der Orientierung unter Wasser eine
wichtige Rolle. Wie bei Fledermäusen, die Ultraschallwellen ausstoßen, um sich im Dunkeln zurecht zu finden, nutzen Orcas ähnliche Schallwellen zur Orientierung unter Wasser.
Sie stoßen dabei einzelne oder gleich mehrere schnell aufeinander folgende Klicklaute in Millisekundenabständen
aus, die sogenannten Clicks. Sie dienen zur Beutefindung, zum Lokalisieren von Hindernissen oder auch, um Artgenossen zu finden. Treffen die ausgesandten Schallwellen auf Hindernisse, werden sie
reflektiert und Bruchteile von Sekunden später wieder empfangen. Nervenzellen registrieren die ankommenden Laute. Anhand des Klangbildes können die Wale die jeweiligen Hindernisse erkennen, ob es sich um
einen schmackhaften Lachs oder um im Wasser dümpelndes Treibholz handelt.
Neben den Lauten zur Orientierung sind die Forscher auf weitere interessante Lautäußerungen gestoßen. Darunter
auch die sogenannten diskreten Rufe (discrete calls), die in der Kommunikation eingesetzt werden. Sie helfen in erster Linie, den Kontakt zu anderen Artgenossen zu koordinieren. Jede Familie hat
ein eigenes Repertoire, mit dem die Mitglieder kommunizieren.
Echolotung bei den Killerwalen?
Das Höhlensystem des mächtigen Walkopfes hat eine Art Schlüsselfunktion. Der Killerwal stößt die Luft, die sich
dort in den Nasen und Rachenhöhlen sammelt, unter Hochdruck wieder aus. Die erzeugten Töne werden im Kopfhöhlensystem reflektiert und Schallwellen treten durch die Melone, einen Teil des Kopfes, wieder
aus. Die Melone dient dabei als akustische Linse und bündelt die Schallwellen.
12) Wie finden die Unternehmen die Wale?
Über die Jahre haben einige Unternehmen zum Beispiel in Victoria ein exzellentes Wal-Such-Netzwerk entwickelt.
Dieses Netzwerk sammelt Wal-Informationen von jedem Ort unserer lokalen Gewässer. Zum Beispiel finden Sie einen sogenannten Spotter, der von einer Hügelspitze über die Juan de Fuca und Haro Strait
schaut. Mit einer speziellen Überwachungsausrüstung, können solche Spotter Wale in größter Entfernung ausmachen. Kommunikation ist ebenfalls wichtig. In der Lage zu sein, aktuelle Informationen an die
Expeditionsboote weiter zu leiten, erlaubt den Bootsführern ohne Umwege zu den Walen zu fahren.
13) Wie nah kann man an die Wale herankommen?
Verschiedene Unternehmen sind Mitglieder der Whale Watching Operators Association Northwest und befolgen
gesetzliche Whale Watching Richtlinien. Diese untersagen beispielsweise näher als 150 Metern an die Wale heranzufahren. Trotzdem beobachtet man immer wieder, dass Boote sich bis auf wenige Meter den
Walen nähern.
Dabei sind nähere Begegnungen mit Walen an sich keine Seltenheit, wenn die Motoren des Bootes abgestellt sind und
die Wale an das Boot heran oder vorbei schwimmen. Manchmal kommen die Wale bis auf wenige Zentimeter ans Boot heran. Mehr über Guidelines
14) Welche Kleidung ist empfehlenswert?
Ziehen Sie sich so an, als würden Sie einfach nach draußen gehen. Machen Sie sich bewußt, daß die Ozeanluft immer
ein wenig kalt ist. An einem heißen Tag, tragen Sie am besten Hosen oder Shorts, ein T-Shirt oder einen dünnen Pullover, weich besohlte Schuhe oder Sandalen. An einem kalten Tag, ziehen Sie sich warm an;
Hosen, warmer Pullover oder eine Fleecejacke, weich besohlte Schuhe, eine Mütze und Handschuhe, falls Sie welche haben.
Passagiere von Zodiac-Booten werden in der Regel mit kompletten Seefahrer Suits ausgestattet; in den Größen XS bis
XXL. Dies sind Küstenwachen erprobte Garnituren, welche vorsorglich bereitgestellt werden, um Schutz vor der kalten Luft und Wasserspritzern zu bieten.
Nimmt man an einer Fahrt mit einem größerern Boot teil, reicht im Normalfall wetterfeste, warme Kleidung.
15) Was sollte ich als Passagier ansonsten noch mitbringen?
Es ist keine spezielle Ausrüstung notwendig. Bringen Sie Kameras, Filme, Sonnenbrillen und Sonnenschutz mit.
Trockener Stauraum ist an Bord aller Boote vorhanden, um Ausrüstung besonders sicher an nassen Tagen aufzunehmen. Bringen Sie aber einen zusätzlichen Schutz für Ihre Kameraausrüstung mit, beispielsweise
eine Tasche oder eine Plastiktüte.
16) Ist Seekrankheit ein Problem?
Seekrankheit ist generell kein Problem. Beispielsweise liegen Zodiac-Boote sehr stabil auf dem Wasser. Sie bieten
einen ungehinderten Blick auf den Horizont und eine Menge frischer Luft. Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie vielleicht besser Ihre Lieblingsmedizin nehmen.
17) Kann jeder an einer Tour teilnehmen?
Touren mit Zodiac-Schaluchbooten sind nicht empfehlenswert für Kinder unter fünf Jahren, Schwangere Frauen und
Personen mit Rückenproblemen oder schwacher Gesundheit. Alle anderen Boote stellen jedoch in der Regel für diese Personengruppen kein Problem dar.
18) Woran kann man Wale, zum Beispiel Orcas, voneinander unterscheiden?
Charakteristische Eigenheiten eines Killer Wales zeigen die individuelle Form und die Größe der Rückenfinne
(Dorsal Fin). Aber auch Narben in dieser Körperregion sind ein mögliches Identifikationsmerkmal. Ein weiteres ist das Aussehen des Sattelflecks (Saddle Patch) an der Basis der Finne.
19) Wer war der erste Forscher, der sich den Orcas annahm?
Vieles, was wir heute über Wale wissen, verdanken wir Forschern wie Dr. Michael Bigg. Er war der erste, der sich
an der Westküste Kanadas der Erforschung der Orcas widmete.
Während seiner Forschungsarbeiten machte er eine Vielzahl von hochauflösenden Schwarzweißfotos. Sie zeigen die
erwähnten charakteristischen Merkmale. Bei dieser mittlerweile standardisierten Form der Fotoidentifikation werden die Wale grundsätzlich von der linken Seite fotografiert.
20) Man hört immer wieder von der Fotodentifikation. Wozu dient sie?
Mit ihrer Hilfe kann man beispielsweise nachvollziehen, welche Wale zu welchem Zeitpunkt sich wo in der Johnstone
Strait befinden. Nach rund 20 Jahren Forschungsarbeit weiß man nun eine Menge mehr über einzelne Wale und ihre Beziehung zu den anderen. Auch Ihre eigenen Fotos können einen Teil zur Walforschung
beitragen. Haben Sie vielleicht Killerwale an der Westküste von Washington State und von Vancouver Island, in Gebieten nördlich von Vancouver Island, den Queen Charlotte Islands oder anderen Off-Shore
Gewässern fotografiert? Die Wissenschaftler sind daran interessiert. Die Fotos können beispielsweise noch nicht entdeckte Wale zeigen oder deren Aktionsradius dokumentieren.
Falls Sie Fotos einsenden möchten, dürfen folgende Informationen nicht fehlen: Name des Fotografen, Datum, Ort und
die Anzahl der gesichteten Wale.
Hier zwei Kontaktadressen, durch die Sie mehr darüber erfahren können:
21) Gibt es Institute und Gesellschaften, die sich der Forschung und dem Schutz der Orcas widmen?
An der Westküste Kanadas und in Washington State findet man verschiedene Institute und Organisationen, die das
Leben der Orcas erforschen, die helfen, deren Lebensraum zu erhalten und zu schützen und die sich um die Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung zum Thema Killerwale kümmern. Zu den Instituten
22) Kann man Wale adoptieren?
Trotz des eher symbolischen Wertes von Wal-Adoptionsprogrammen, machen die Aktionen Sinn. So fördern die
angeführten Organisationen und Institute beispielsweise mit Geldern aus dem Adoptionsprogrammen die weiteren Forschungsarbeiten, unter anderem die Fotoidentifikation der Tiere.
Zu den Wal-Adoptionsprogrammen
23) Warum werden Wale immer noch gejagd?
Seit Jahrhunderten werden Wale vom Menschen gejagt. Doch ihr Bestand ist erst gefährdet, seit die Fangindustrie in
den letzten 60 Jahren mit modernster Technik operiert. In dieser Zeit sind rund zwei Millionen Großwale getötet worden. Vor allem die 40 bis 60 Tonnen schweren Pottwale wurden früher als reine
Rohstofflieferanten betrachtet. Besonders begehrte Produkte waren Ambra-Rückstände aus dem Darm, für die die Parfümindustrie Spitzenpreise zahlte, und das Walrat, das zu Schmier- und Lampenöl verarbeitet
wurde. Das Hornmaterial der Barten kam als "Fischbein" auf den Markt, solange es keine Kunststoffe gab. Heute sind sämtliche Wal-Produkte problemlos ersetzbar: Walrat beispielsweise durch das
Öl des Jojoba-Strauchs.
Ein anderer Grund für Fischfangnationen wie Japan und Norwegen, weiterhin Wale zu jagen, ist die angebliche
Konkurrenz um die Fischbestände. So werden alljährlich vor der japanischen Küste ganze Delphinschwärme an Land getrieben und abgeschlachtet. Der wahre Grund für den Rückgang der Fischbestände ist jedoch
die rücksichtslose Überfischung durch den Menschen. Und in Japan gilt Walfleisch immer noch als eine hochbezahlte Delikatesse.
24) Was steckt hinter der Internationalen Walfangkommission (IWC)?
Wale sind wandernde Arten. Deshalb sind alle Fragen des Walfangs von internationaler Bedeutung. Seit 1946 wird der
Walfang reguliert und überwacht von der Internationalen Walfangkommission (IWC), der heute 40 Mitgliedsstaaten angehören - darunter neben den letzten Walfangnationen auch solche, die den Walfang
eingestellt oder nie betrieben haben und nun den Schutz dieser Meeressäuger unterstützen wollen.
Seit 1986 ist durch gemeinsamen Beschluß der IWC der kommerzielle Walfang verboten. Bei den jährlichen Konferenzen
der IWC wird darüber jeweils erneut abgestimmt. Doch trotz dieses Verbotes wurden seit 1986 rund 20.000 Wale für angeblich »wissenschaftliche Zwecke« getötet - und ihr Fleisch gewinnbringend vermarktet.
Weitere 400 Wale dürfen jedes Jahr von indigenen Völkern als Nahrungsgrundlage gefangen werden.
25) Gibt es spezielle Walschutzgebiete auf der Welt?
Ja, einer der größten Artenschutzerfolge der letzten Zeit war 1994 die Einrichtung des Walschutzgebietes rund um
die Antarktis, an dessen Durchsetzung der WWF mit seinen Experten seit Jahren maßgeblich beteiligt ist.
Die nördliche Grenze des Walschutzgebietes verläuft zwischen dem 40. und 60. Breitengrad. Zusammen mit dem
Walschutzgebiet im Indischen Ozean bietet damit heute ein Drittel der Weltmeere rund 90 Prozent aller Großwale weitgehende Sicherheit. Doch japanische Fangschiffe machen sogar dort immer noch Jagd auf
Zwergwale.
Haben Sie weitere Fragen?
Dann schicken Sie uns bitte ein e-Mail. Wir nehmen die Fragen und deren Antworten in unseren Frage-Katalog gerne
auf.
eMail whalescome@web.de
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