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Das Tragen von Kontaktlinsen beim Tauchen hat einige Nachteile und stellt sogar ein Risiko dar.
Die kleinen fast unsichtbaren Sehhilfen können durch das Wasser leicht vom Auge abgehoben werden, vor allem
sogenannte formstabile Linsen. Unter anderem dann, wenn die Tauchmaske geflutet wird. Das ist zum Beispiel eine normale praktische Übung am Anfang eines Tauchlehrgangs.
Für Kontaktlinsenträger mit harten Kontaktlinsen würde dabei gelten, beim Fluten unter Wasser die Augen geschossen
zu halten. Dies ist jedoch nicht ratsam, weil der Taucher während des Ausblasens unbedingt die Umgebung, zum Beispiel auf Strömungen beobachten sollte.
Ein weiterer Nachteil dieser Linsen: Während des Tauchgangs auftretende Bläschen unter der Linse können die Sicht
verschlechtern. Normalerweise sind sie aber keine Indikatoren für nicht eingehaltene Dekompressionszeiten.
“Weiche Kontaktlinsen haften dagegen aufgrund der größeren Fläche besser am Auge“, weiß der Tauchbrillenspezialist
und Augenoptiker Rudolf Stehle zu berichten. „Das weiche Kontaktlinsenmaterial ist unter Umständen jedoch durch Einlagerungen gefährdet. Es können sich Salzkristalle oder Bakterien an der Linse
festsetzen. Tageslinsen, die man nach einmaligem Tragen wegwirft, sind daher eine preiswerte Alternative.“
Sollte einmal die Taucherbrille mitsamt der Kontaktlinsen verloren gehen, beispielsweise durch den Flossenschlag
eines weiteren Tauchers, führt dies unweigerlich zu einem Problem.
Auch wenn der Mittaucher die Tauchermaske wiederfinden sollte. Die Umgebung und im schlimmsten Fall alle
Instrumente, können bis zum nächsten Tauchgang nur unscharf wahrgenommen werden.
Diese Tatsachen sprechen für die Taucherbrille mit integrierter Brillenstärke. Kontaktlinsen sind allerdings da
unentbehrlich, wo die normale Sehkorrektur mit optisch optimal korrigierenden Gläsern an ihre Grenzen stößt oder auch einmal ganz unmöglich ist.
Sollten Sie mit Kontaktlinsen tauchen, müssen Sie unbedingt Lehrer und Mittaucher darüber informieren.
Empfehlenswert ist, ein Handzeichen für ein auftretendes Sehproblem zu vereinbaren. Das gilt auch für Fehlsichtige, die mit einer optisch korrigierenden Tauchbrille tauchen!
Trotz vieler Negativaspekte ergibt sich bei Kontaktlinsen auch ein Vorteil. Nimmt man oberhalb der
Wasseroberfläche die Tauchbrille ab, sieht man sofort scharf.
Wer sich nicht mit Kontaktlinsen anfreunden kann, der kann auch eine nicht korrodierende Zusatzbrille in seiner
Tauchweste mitnehmen. Sie wird über Wasser aufgesetzt. „Brillen aus hochwertigem Titan-Material eigenen sich dafür am besten. Eine andere Zweitbrillenlösung: eine preiswerte Kunststoffbrille mit
entsprechenden Gläsern aus Kunststoff“, rät der Münchner Augenoptiker.
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