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Ferngläser kauft man besten beim Fachmann; bei jemandem, der Sie wirklich beraten kann und der über ein
umfangreiches Fachwissen verfügt. Einige Hersteller geben über ihre Hotline Auskunft, wo der nächste Vertragspartner Ihrer Nähe zu finden ist. Mancher Hersteller hat aber auch so etwas wie eine
Suchmaschine auf seiner Internetseite.
Welche Ferngläser eignen sich nun fürs Whale-Watching? Gute Allround-Eigenschaften beim Wale beobachten bieten
Ferngläser mit 6facher bis 8facher Vergrößerung. Selbst Taschenferngläser sind hier nicht deplatziert. Sie punkten durch ihr geringes Gewicht. Einige Tourguides tragen deshalb selbst eines bei sich.
Da die Beobachtungsfahrten in der Regel bei Tage stattfinden, genügen Ferngläser mit Objektivdurchmessern von 20
mm bis 40 mm. Werden Wale in der Morgendämmerung oder am Abend beobachtet, ist eine hohe Dämmerungsleistung gefragt. Deshalb sollte der Objektivdurchmesser möglichst groß sein (56 mm) und wählt deshalb
eine lichtstarke Ausführung (8x56).
Grundsätzlich sollte man nach einem Fernglasmodell mit einem Brillenträgerokular suchen. Schon allein deshalb,
weil der Vorteil auch beim Tragen einer Sonnenbrille deutlich wird: Trotz Brille verfügt man beim Durchschauen über ein volles Sehfeld. Wenn das Sehfeld beim Durchschauen mit Brille bei umgestülpten oder
eingeschobenen Augenmuscheln um etwa die Hälfte kleiner ist, hat das Fernglas keine Brillenträger-Okulare.
Nicht jedes Modell kann die individuellen Ansprüche des zukünftigen Käufers gleichermaßen erfüllen. Erklären Sie
dem Fachmann deshalb möglichst genau, wofür Sie das Fernglas brauchen, wo sie es einsetzen möchten.
Testen Sie das Produkt und seine Handhabung unbedingt vor Ort.
Erster Schritt ist, das Fernglas auf den eigenen Augenabstand anzupassen. Die Einstellung ist richtig, wenn der
Beobachter ein kreisförmiges Bild mit scharfer Begrenzung sieht (der in Filmen oft gezeigte Blick durch das Fernglas in Form von zwei Halbkreisen ist Unsinn). Danach wird die Bildschärfe, falls
erforderlich, mit dem Dioptrienausgleich korrigiert.
Welche Vergrößerung ist für mich die Günstigste? Die Handunruhe ist individuell verschieden und steht in
Abhängigkeit zur Detailerkennbarkeit. Als Vergleichsprobe beispielsweise zwischen einem Fernglas mit 8facher oder 10facher Vergrößerung ist ein Poster mit feinen Strukturen und kleiner Schrift aus rund
50 m Entfernung geeignet.
Ist die Entfernungseinstellung griffgünstig? Es gibt Ferngläser mit Einzelokulareinstellung und solche mit
Zentralfokussierung (Mitteltrieb). Letztere ist schneller, und man kann Objekten, die sich nähern oder entfernen, bequem mit der Schärfe folgen. Für ein Allround-Fernglas ist daher die
Zentralfokussierung vorzuziehen.
Bei der Wahl des Fernglases sollte man ebenso darauf achten, dass das Rad oder die Walze zur Einstellung der
Schärfe griffgünstig angeordnet ist und dass es sich auch mit Handschuhen leicht bedienen lässt.
Ein kleiner Test kann hier schnell zeigen, welches sich am besten bedienen lässt: Wenn Sie in rascher Reihenfolge
drei Objekte in unterschiedlichen Entfernungen betrachten, etwa 10 m, 25 m und 50 m und auf diese jeweils scharf einstellt, können Sie feststellen, welches Produkt am besten einfachsten zu bedienen ist.
Ein weiterer Aspekt, der ein gutes Fernglas auszeichnet: helle, kreisrunde Austrittspupillen. Um dies zu testen,
richten Sie das Fernglas circa 30 cm von den Augen entfernt auf eine Lichtquelle.
Aber VORSICHT! Nicht in die Sonne schauen!!!
In der Mitte der Okulare werden Sie absolut runde Lichtkreise sehen, die Austrittspupillen. Schaut man hingegen
durch minderwertige Produkte, sind die Austrittspupillen quadratisch oder verzeichnet.
Und wie geht es weiter? Möchte man mit seinem Fernglas/Fernrohr mehr machen, als nur entfernte Objekte nah
heranholen? Mittlerweile gibt es eine Reihe von interessantem Zubehör für diverse Fernglasmodelle. Sie reichen von diversen Stativbefestigungen bis zu Kameraadaptern zum Anschluss für analoge und
digitale Fotokameras (z.B. Nikon) an Fernrohren.Besonders für Wassersportler empfehlenswert sind spezielle Halteriemen, die ein hochwertiges Fernglas praktisch unsinkbar machen sollen.
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